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Yves Vinzing - Thalesgroup
IVVQ Engineer

„Ich entwickle sicherheitsrelevante Technologien. Durch meine Arbeit helfe ich konkret dabei, den Zugverkehr für alle noch sicherer zu machen.“

MEIN WEG ZU THALES
Ich war immer sehr technikinteressiert, schon in meiner Jugendzeit. Dass ich nach meinem Abitur dual Informatik studieren würde, war mir klar – aber wo? Zwei Angebote lagen mir vor. Während des Studiums wollte ich mit verschiedensten Technologien in Berührung kommen. Thales hat da viel zu bieten, daher fiel mir die Wahl leicht.

Während meines Dualen Studiums hatte ich Praxiseinsätze in ganz unterschiedlichen Abteilungen. Zum Finale war ich im Bereich Transportation Systems und habe gemerkt, wie sehr mir die Arbeit dort liegt. Im Technikbereich bahnbezogen zu arbeiten fand ich so reizvoll, dass ich mich um eine feste Stelle beworben habe.

RUND UMS STELLWERK
Ich wurde übernommen und arbeitete zunächst in der Software-Entwicklung Stellwerk. Für mich war das ein spannendes Aufgabenfeld. Zum ersten Mal hatte meine Arbeit direkten Einfluss auf das, was in einem Stellwerk passiert. Darin liegt eine hohe Verantwortung. Kümmert man sich als Informatiker um Webseiten und probiert auf die Schnelle was Neues, lädt im Falle eines Fehlers beispielsweise eine Seite nicht. Ich hingegen entwickelte sicherheitsrelevante Technologien. Durch meine Arbeit helfe ich konkret dabei, den Zugverkehr für alle noch sicherer zu machen. Da müssen Fehler unter allen Umständen vermieden werden, daher arbeiten wir sehr genau und haben entsprechende Testprozesse, um mögliche Fehlerquellen bereits früh im Entwicklungsprozess zu identifizieren.

Heute tue ich genau das: Ich arbeite in Berlin als Systemtester für Stellwerke. Dem Produkt bin ich also treu geblieben. Allerdings teste ich jetzt, was meine Kolleginnen und Kollegen an unserem Standort in Bukarest entwickeln. Ich überprüfe, ob alles richtig, vollständig sowie funktionsfähig ist und gleichzeitig den Kundenwünschen entspricht.

Die Tests finden in unserem Labor statt – ganz ohne kilometerlange Schienen und Weichen. Um das Gesamtsystem zu testen, haben wir jede vom Kunden bestellte Hardwarekomponente mindestens einmal im Labor. Zusammen mit Simulationskomponenten schließen wir diese an, verbinden sie mit dem Stellwerk und stellen sicher, dass später beim Kunden alles einwandfrei funktioniert.

Wir suchen alle theoretisch möglichen Fehler, damit diese später nicht im tatsächlichen Einsatz auftreten. Denn das könnte schlimme Folgen haben. Dabei arbeiten wir sehr gründlich und genau – diese Eigenschaften sind in meinem Job ganz entscheidend. Wenn wir Fehlermeldungen erhalten, geben wir diese an die Entwicklung weiter. Dort wird der Fehler bearbeitet und gelöst, bevor ein System ins Feld geht.

UNTERWEGS IM FELD
Nicht nur das Labor ist mein Arbeitsplatz. Durch meine jahrelange Erfahrung habe ich ein großes Know-how aufgebaut. Oft bin ich daher auch bei Inbetriebnahmen beim Kunden im Feld dabei. Diese Einsätze sind für mich eine schöne Abwechslung. Es ist eine tolle Bestätigung, wenn die geleistete Arbeit im Einsatz ist und den Kunden glücklich stimmt.

Meinen erinnerungswürdigsten Einsatz hatte ich in Norwegen. Ich musste kurzfristig einspringen, weil unser Inbetriebnahme-Team vor Ort Daten- und Netzwerkprobleme nicht lösen konnte. Ich hatte nur wenige Tage Zeit. Mit Hilfe meiner Analyse und durch die Umsetzung meiner Vorschläge konnte die Anlage doch noch in Betrieb genommen werden, die Züge rollten kurz darauf. Das war ein Highlight, weil ich die hohen Erwartungen erfüllen konnte.

ZERTIFIZIERTER TESTER
Grundvoraussetzung für meine Arbeit als Systemtester ist das ISTQB-Zertifikat, welches ich beim International Software Testing Qualifications Board erworben habe. Das ist ein Verband aus Firmen mit dem Ziel, Testmethoden für Programme und Systeme zu vereinheitlichen und in einem gemeinsamen Standard zu beschreiben. Im Zertifikatskurs zum Certified Tester Foundation Level habe ich gelernt, an welche Regeln ich mich während Tests halten muss.

Seitdem ich im Unternehmen arbeite, nutze ich auch jährlich das vielfältige Angebot der Thales University, unserer internen Weiterbildungseinrichtung. Ich habe dort verschiedene Programmiersprachen gelernt und Kenntnisse über Netzwerktechnik erworben. Gerade in meinem Bereich der Software-Elektronik muss ich mich parallel zu den Innovationen auf dem Markt weiterentwickeln. Das ist bei Thales leicht möglich.

(UN)SICHTBARER MEHRWERT
Meine Arbeit im Bahnbereich macht mir sehr viel Spaß, obwohl sie im Hintergrund stattfindet. Viele Thales-Produkte sind für den Endverbraucher unsichtbar. Aber die meisten Menschen kommen regelmäßig mit einem Technologieprodukt unserer Firma in Berührung – sie wissen es nur nicht. Wir sorgen nicht nur dafür, dass Züge sicher fahren, sondern zum Beispiel auch für das sichere Starten und Landen von Flugzeugen oder Transaktionen über Online Banking. Wir sorgen im alltäglichen Leben für den reibungslosen Ablauf von unterschiedlichen Prozessen, die viele Menschen betreffen. So lange alles gut läuft, bleiben wir unbemerkt.

Innerhalb meines Teams und bei meinen Schnittstellen bin ich aber sehr wohl sichtbar. Und durch meine vorherige Arbeit in einer anderen Abteilung habe ich ein gutes Netzwerk in der Firma. Wir arbeiten in unserer Gruppe gut zusammen und treffen uns sogar regelmäßig nach Feierabend. Das ist ein schöner Brauch, der verbindet.

IMMER WIEDER NEU
Teamfähigkeit wird bei uns groß geschrieben, da wir sehr teamorientiert arbeiten. Ellenbogeneinsatz ist bei uns nicht gefragt. Stattdessen arbeiten wir alle an einem gemeinsamen Ziel und unterstützen uns gegenseitig.

Das Wichtigste ist aber der Wille, sich in neue Aufgaben einzuarbeiten. In meinen 14 Jahren bei Thales war die größte Konstante die Veränderung. Mein Job ist voller Abwechslung, meine täglichen Aufgaben ändern sich regelmäßig. Das ist natürlich auch den kurzen Entwicklungsperioden in der Software-Elektronik geschuldet. Ich muss mich hier immer wieder in neue Thematiken einarbeiten und neue Lösungen für noch fremde Probleme finden.

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