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Torsten Rüdebusch - Thalesgroup
Product Line Manager

„Die Komplexität der Zugsicherung ist mir schnell klar geworden und fasziniert mich immer wieder.“

MEIN WEG ZU THALES
Viele Wege führen zu Thales. Auf das Unternehmen aufmerksam geworden bin ich zum ersten Mal auf der Hannover-Messe. Nachdem ich zwei Jobs im Mittelstand hatte, wollte ich wieder in einem Großkonzern arbeiten. Dort liegen meine Wurzeln, dort fühle ich mich wohl.

Als ich auf der Suche nach einem neuen Job war, interessierte mich die von Thales ausgeschriebene Stelle des Product Line Managers sehr und glücklicherweise war meine Bewerbung erfolgreich. Die Möglichkeiten, sich den eigenen Qualifikationen entsprechend einzubringen, langfristig und zielgerichtet zu planen, sich weiter zu entwickeln und selbst zu verwirklichen waren hierbei ausschlaggebend.

TECHNIK VERSTÄNDLICH MACHEN
Das Thema Eisenbahn war für mich komplett neu. Ich konnte lediglich von mir sagen, dass ich schon mal Zug gefahren bin und als Jugendlicher eine Modelleisenbahn hatte. Warum mir mein damaliger Vorgesetzter den Job trotzdem gegeben hat, ist einfach zu erklären. Er sagte: „Du beherrschst Marketing, Kommunikation und Produktmanagement. Das ist das, was wir hier brauchen.“

Außerdem bin ich Ingenieur für Nachrichtentechnik, weiß, wie die Ingenieurinnen, Ingenieure und die Menschen in der Entwicklung bei Thales ticken und kann daher auch gut mit ihnen reden. Mein Arbeitsschwerpunkt liegt allerdings eher im Marketing. Welche Lösungen bieten wir, warum haben wir weltweit die besten Produkte und wie mache ich das für unsere verschiedenen internationalen Kunden plausibel?

ICH PLANE, WAS GEBRAUCHT WIRD
Mein Fachgebiet ist ETCS Level 2 (European Train Control System). Wir bauen sichere Hochleistungscomputer, die dafür sorgen, dass Züge auch mit Hochgeschwindigkeit sicher von A nach B kommen. Ganz konkret kümmere ich mich um das Radio Block Center (RBC) an der Strecke. Dieses definiert, welchen Streckenabschnitt der Zug sicher befahren kann, mit welcher Geschwindigkeit er das tun darf, wann er langsamer fahren und wann er anhalten muss. Diese Daten werden direkt an den Zug kommuniziert.

Als Produktmanager definiere ich, welche Lösungen wir künftig anbieten. Dabei berücksichtige ich, welches Produkt der Kunde möchte und was diese konkret können muss. Meine Anforderungen gebe ich dann mehr oder weniger detailliert und ausgearbeitet an die Kolleginnen und Kollegen der Entwicklung weiter, die sich nach gemeinsamen Durchsprachen um die Umsetzung kümmern.

DAS KLASSISCHE B2B-MARKETING
Ist ein Produkt fertig, kümmere ich mich um die Markteinführung und plane entsprechende Strategien mit der Unternehmenskommunikation, um das Produkt im Markt bekannt zu machen. Hier kommt das klassische B2B-Marketing ins Spiel. Als erstes muss ich Informationen für Datenblätter, White Paper und den Webauftritt so aufbereiten, dass sie für den Kunden verständlich sind. Ich übersetze das sehr technische Know-how unserer Ingenieurinnen und Ingenieure in klare, nachvollziehbare Worte und Bilder.

Diese Arbeit empfinde ich als sehr spannend, denn die Konkurrenz ist groß und gute Beziehungen zu unseren Kunden werden immer wichtiger. Ich finde hier Räume und Möglichkeiten, um mit meinen Mitteln und Methoden zu agieren. Es ist eine tägliche Herausforderung, die Themen Marketing und Produkt Management in unserem Bereich immer stärker zu etablieren und voranzubringen. Andere dafür zu begeistern erfordert Beharrlichkeit und Kommunikationsstärke.

PARADEAUFTRITT AUF DER INNOTRANS
Ich denke gern an die letzte InnoTrans zurück. Das ist eine internationale Fachmesse für Verkehrstechnik – weltweit die wichtigste für Thales im Bereich Transportation Systems überhaupt. Wir nutzen diese Plattform, um bestehenden und potenziellen Kunden unsere Produkte und Lösungen vorzustellen und die Kunden von ihrer Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Mein Job war es, unsere weltweiten Produkte und Systeme im Bereich des Fernverkehrs für den Messestand aufzubereiten und deren Darstellung bis ins Detail zu konzipieren. Ich habe geplant, wie wir uns gegenüber den Kunden darstellen, wie die Präsentationen im Einzelnen aussehen und welche Informationen wir wie optimal aufbereiten. Die Messe verlief damals für uns sehr erfolgreich und aktuell sind wir bereits in der Planungsphase, um den Erfolg auf der nächsten InnoTrans zu wiederholen.

FASZINATION VERSTECKTE KOMPLEXITÄT
Auf den ersten Blick scheint die Zugsicherung sehr simpel zu sein. Es gibt zum Beispiel zwei Gleise – auf der einen Seite fahren die Züge hin, auf der anderen kommen sie zurück. Doch so einfach ist es nicht, denn in allen Fällen hat die Sicherheit höchste Priorität. Die Komplexität der Zugsicherung ist mir schnell klar geworden und fasziniert mich immer wieder. Betriebliche Abläufe sind kompliziert und das in jedem Land auf unterschiedliche Weise. Es gibt jeweils Bestimmungen und Standards, die unsere Produkte einhalten müssen: Wie verhalten sich Züge in Bahnhöfen, welche Abstände dürfen Züge zueinander haben, wie schnell dürfen sie tatsächlich fahren? Das sind nur einige Beispiele.

Mein Job macht mir nicht nur wegen des interessanten und komplexen Themas Spaß, sondern auch wegen des Arbeitsumfelds. Für mich ist es wichtig, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird und dass ich mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeite, die qualifiziert sind, die für ihren Job genauso brennen wie ich und die die gleiche Freude an der Arbeit haben. Gleichzeitig kann man bei Thales eine gute Work-Life-Balance realisieren. Flexible Arbeitsgestaltung und beispielsweise ein Eltern-Kind-Raum an unserem Standort Berlin machen das neben anderen Angeboten möglich. Daher sehe ich Thales als guten und vor allem fairen Arbeitgeber. Es wird zwar viel gefordert, aber man bekommt auch viel zurück.

Auch die fachliche Weiterbildung ermöglicht Thales seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bisher habe ich im jährlichen Personalgespräch immer alle Schulungen bewilligt bekommen, die ich für meine Weiterentwicklung wichtig fand. Dazu gehörten Fortbildungen zu ETCS Level 1 und 2 sowie eine Marketing Convention. Bei letzterer ging es darum, wie das Thema Marketing innerhalb des Unternehmens vorangetrieben werden kann und wir es als Multiplikatoren im Arbeitsalltag implementieren können.

BEING PART OF IT
Eine weitere Besonderheit unseres Konzerns ist die Thales Foundation. Die noch junge Stiftung engagiert sich weltweit parallel in verschiedenen Hilfs- und Bildungsprojekten. Dazu gehören beispielsweise Schulprojekte in Afrika und Flüchtlingsprojekte in Frankreich. Ich bringe mich hier als sogenannter Thales Ambassador ein und mache Vorschläge für mögliche Projekte in Deutschland. Das ist eine tolle Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und vieles an die Gesellschaft zurückzugeben.

Auch eine direkte Beteiligung am Unternehmen ist im Rahmen des Aktienprogramms Sharing Thales möglich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können in regelmäßigen Abständen zu besonderen Konditionen Aktien erwerben und so direkt am Unternehmenserfolg teilhaben.

NEU DENKEN UND ZUKUNFT SCHAFFEN
Für mich als Produktmanager ist es wichtig, viele Lösungen anbieten zu können. Meine Ideen nehme ich zum Teil auch gerne aus dem gesamten Thales-Produktportfolio. Thales ist ein extrem breit aufgestellter Konzern – das ist ein riesiger Vorteil. Wir entwickeln in allen Unternehmensbereichen ständig Innovationen, zum Beispiel im Bereich Augmented Reality. Hochinteressant wird es, wenn ich ein Produkt aus unserer Weltraum- oder Flugzeugsparte in den Bahnbereich transferieren kann und versuche, es an unsere Bedürfnisse anzupassen. Durch solche Kombination entstehen Technologiesprünge.
Mein Traum ist momentan ein Head-up-Display für Triebwagenführer. Für Towerlotsen bietet Thales das bereits als Augmented Reality Tower an. Dieses Head-up-Display könnte einen großen Mehrwert bieten. Während der Fahrer auf die Schienen schaut, können ihm gleichzeitig Informationen zur Strecke und vieles mehr auf dem Display eingeblendet werden. Das macht die Fahrt zum einen noch sicherer, zum anderen das Arbeitsfeld des Triebwagenführers interessanter.

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